Biografie von Rolf Pfister in Zürich


Älter werden - das ENDE

Wenn wir immer älter werden sei das schön und erfreulich, wird gesagt. Ja, schon, aber alt werden ist nicht nur schön, leider. Nebenbei, in diesem Zusammenhang stellt sich mir eine Frage im Hintergrund: Wie bringe ich die eigene Biografie hier zu Ende? Seit meiner Rückschau 2019 im Alter von 66 Jahren ist wieder Zeit verflossen wie im Flug. Mit jedem Geburtstag sind wir ein Jahr älter geworden und wie sagt ein bekanntes Sprichwort doch zutreffend: "Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt". Die vor kurzem noch unbeschwerte Vorstellung und Absicht zum gemeinsam alt werden und Leben im Alter wird nach und nach überlagert durch die aktuell vorhandenen Möglichkeiten des eigenen Körpers. Vor allem auch Probleme die Gesundheit betreffend haben Einfluss auf die Qualität von unserem Leben.

Die zu den Vereinten Nationen (UNO) gehörende Weltgesundheit-Organisation (WHO) löste 2020 eine weltweite Massen-Hysterie aus (siehe auch Kapitel 14.1). Die WHO wurde zu 80% durch private Interessen finanziert, darunter als zweitgrösster Geldgeber neben den USA die Gates Foundation, welche vor allem Impfprogramme und Krankheitsbekämpfung finanzierte nebst der Globalen Allianz für Impfstoffe (GAVI). Im Januar 2021 starteten die Corona-Impfungen im Kanton Zürich, im November die dritte Spritze als Booster-Impfkampagne gegen COVID-19. Im Wissen um mein intaktes Immun-System habe ich mich nicht impfen lassen, ich bin bis heute ungeimpft. Meine Frau liess sich impfen und hat sich dadurch leider ihren Körper beschädigen lassen, wie sich später zeigte. Ihr Leiden begann schon bald nach dem Kontakt mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von Pfizer/Biontech durch zunehmende Unverträglichkeiten (Intoleranz) bei Essen und Trinken samt allergischer Reaktion. Dazu kam, vor allem nachts, ein Brennen im ganzen Körper, Schmerzen in Gelenken, Ohr, Hals, Magen. Der Hausarzt veranlasste die Abklärung durch alle möglichen Spezialisten. Blutwerte, MRI, Magen- und Darmspiegelung, Neurologie, Kardiologie. Alles gut, ohne Befund. Ärztlicherseits sei sie gesund, ausser Arztrechnungen nichts. Kein Arzt kann helfen. Aber sie leidet dennoch täglich und jede Nacht, bis heute. Trotz der Schmerzmittel und derer möglichen Nebenwirkungen. Und dann, ab und zu der Wunsch, so will ich nicht mehr weiterleben. Tragisch. Und traurig, weil ich meiner Liebsten nicht helfen kann. Ausser vielleicht mit dem Zuspruch von Hoffnung auf eine Besserung.

Meinerseits, selbst verschuldet durch den über Jahrzehnte andauernd hohen Nikotin-Konsum als Raucher und der dadurch bei mir entstandenen Arterienverkalkung hatte ich im September 2021 einen schweren Vorderwand-Herzinfarkt. Schwer deshalb, weil dabei Gewebe vom Herzmuskel absterbe und jeder zweite Infarkt dieser Art tödlich sei. Ursache war ein Totalverschluss der Herz-Kranz-Arterie RIVA, welcher mit dem Setzen von Stents wieder aufgehoben werden konnte. Ohne die notfallmässige Überführung mit Blaulicht, Dank meiner anrufenden Frau, zum medizinischen Eingriff im Herz-Zentrum wäre ich im Alter von 68 Jahren verstorben. Nach zwei Tagen in der Klinik war ich wieder zu Hause und fühlte mich gesund wie vorher. Die Ambulanz kostete 1370 Franken und das Stadtspital Triemli 5635. Das Rauchen liess ich nun aber bleiben, seit dem Infarkt habe ich keine Zigarette mehr angezündet. Mit einem Herz-EF-Wert (Ejektionsfraktion) von 50 % hatte ich einmal mehr Glück im Unglück, weil das gerade noch an der Grenze zu einer Herzschwäche sei. In der Folge wurde Pflicht die tägliche Einnahme der vier Herz-Medikamente: Beta-Blocker, ACE-Hemmer, Cholesterin-Senker und Thrombose-Prävention. Kosten alle zusammen 39 Franken pro Monat (2025). Auf weitere Beratung und Rehabilitation habe ich verzichtet, eine alljährliche Kontrolle inklusive Echo-Kardiographie genügt mir.

Nächstes Jahr, im Sommer 2022 in Lido di Jesolo (Italien), fiel ich bei einem Ausrutscher auf der nassen Treppe am Schwimmbecken rücklings auf die Hüfte. Nichts passiert ausser später einem riesigen Bluterguss hin zum Rücken, ich nahm noch immer den starken Blutverdünner Marcumar wegen einem Gerinsel im Herzen vom Infarkt her. Aber danach wieder Schmerzen im rechten Bein und Rücken, nur beim Gehen und beim Stehen, wie vor Jahrzehnten auch schon einmal wegen einer gequetschten Bandscheibe (Diskushernie) zwischen den unteren Lendenwirbeln. Hinkend und mit Übergewicht (134 kg) löste ich das Sportabo der Stadt Zürich und fuhr mit dem Linienbus täglich morgens um 6 Uhr zum schwimmen ins Hallenbad Oerlikon. Als nach gut einem Jahr noch immer keine Verbesserung spürbar wurde, hörte ich damit wieder auf, was dazu führte, dass ich mich sozusagen fast gar nicht mehr bewegte und deswegen an Gewicht zulegte. Velo fahren konnte ich wegen einem früheren Sturz auf das rechte Knie nicht und mit spazieren war jetzt auch fertig. Zur Linderung unterwegs habe ich zwei Unterarm-Gehstöcke mit Handgriff gekauft und mitgeführt, damit ich bei Bedarf schmerzfrei stehen bleiben kann wenn keine Gelegenheit zum sitzen vorhanden ist.

Meine Frau hatte inzwischen gut zehn Kilogramm verloren. Ihre Unverträglichkeiten beim Essen führen längerfristig zu einem Mangel in der Ernährung. Da mögen Ratgeber und Beratung noch lange die ausgewogene Nahrung empfehlen, wer wegen Unverträglichkeit nicht mehr essen kann ist verloren. Sie fühlt sich schwach und unsicher auf den Beinen und so kauften wir 2024 einen Rollator als Hilfe beim gehen. Wir sind jetzt beide in unserer Mobilität innert kurzer Zeit massiv eingeschränkt worden und verbringen die Tage fast ausschliesslich innerhalb unserer Siebzig-Quadratmeter-Wohnung mit zweieinhalb Zimmern zu Hause. Beim ausgehen meiden wir den öffentlichen Verkehr vollständig und bestellen jeweils ein Taxi für Hin und Zurück. Zum Einkauf nutzen wir vor allem die Lieferdienste von Coop und Migros, wo wir das gesamte Sortiment zur Auswahl haben. Unterstützt werden wir von unserer in der Nähe wohnenden Tochter. Auch die Nachbarn im Haus und in der Siedlung wiederholen stets ihre Angebote zur Hilfe falls diese nötig wäre.

Bei der Jahres-Kontrolle 2025 wurde bei mir, jetzt mit 143 kg Gewicht, ein zu hoher Langzeit-Blutzucker gemessen und als Diabetes Typ 2 festgestellt. Die frühere Bezeichnung mit Alterszucker gefällt mir eigentlich besser, klingt harmloser. Anstelle der vom Arzt empfohlenen medikamentösen Therapie mit Metformin und Ozempic (Antidiabetikum und Abnehmspritze) habe ich, nach Einarbeitung ins Thema im Internet, sofort mit dem Versuch begonnen, die Ursache von Diabetes, die Insulin-Resistenz in den Griff zu bekommen durch Intervall-16/8-Essen mit nur noch rund 1000 kcal täglich. Zwischen sechs Uhr abends bis morgens zehn Uhr nichts essen, keine Kalorien zuführen, auch kein Alkohol, nur noch Wasser, Kaffee oder Tee ungesüsst.

Jetzt muss mein Körpergewicht nachhaltig runter. Weg soll vor allem das viszerale Oberbauchfett zwischen unterster Rippe und Bauchnabel. Der Schwimmgurt genannte Unterbauch sei weniger gefährlich und eher eine Sache von Aussehen und Anblick.

Nächste Haltestelle ist der Blutzuckerwert bei der Jahreskontrolle im Herbst 2026.

Fortsetzung folgt . . .